|
PROFESSUR
Startseite
Prof. Dr. W. Reschetilowski
Prof. Dr. Th. Beißwenger
Mitarbeiter
Forschungsinteressen
Dienstleistungen
LEHRE
Vorlesungen
Rechenübungen und Seminare
Praktikum
Bachelor-, Master- und
Vertiefungsarbeiten
Wozu Technische Chemie?
Exkursion
Internes
|
|
Technisch-Chemisches Praktikum - Login
Leitung: Dr. Andreas Zimmer
Einführungsveranstaltung für Studiengang
CIW SS2012 am 03.04.2012, 2. DS, HSZ 301
Die Anwesenheit aller Studenten, die das Praktikum
durchführen wollen, ist unbedingt erforderlich. Die Anmeldung
erfolgt zugleich mit der Einschreibung für die Verfahrenstechnik/Automatisierungstechnik
-Praktika.
|
|
Inhalt
Das Technisch-Chemische Praktikum vermittelt ausgehend von Grundkenntnissen
der Physikalischen Chemie praktische Fähigkeiten zu industriell relevanten
Stofftrennoperationen und zu den Prinzipien der technischen Reaktionsführung
unter Einbeziehung der dazugehörigen Mess- und Regelungstechnik. Es ergänzt
und vertieft damit die Ausbildung im Fach Technische Chemie.
Was spricht für dieses Praktikum ? - Wozu braucht
ein Chemiker Technische Chemie ?
Das Technisch-Chemische Praktikum unterscheidet sich grundlegend von "konventionellen"
Praktika der anorganischen, organischen oder physikalischen Chemie. Gegenstand
sind weder Stoffsynthesen, Reaktionsmechanismen noch analytische Aufgaben. Vielmehr
werden Kenntnisse in den Gebieten Thermische Stofftrennoperationen, Stofftransport,
Wärmetransport und Verweilzeit vermittelt, die im Labormaßstab oftmals
irrelevant oder vernachlässigbar sind, unter industriellen Bedingungen
jedoch zur Grundvoraussetzung für eine sichere und wirtschaftliche Betriebsweise
werden. Gerade diese "Randbedingungen" sind ausschlaggebend, ob eine
Reaktion aus dem Labor zu einem Prozeß im Industriemaßstab weiterentwickelt
werden kann.
Organisation
Das Praktikum besteht aus verschiedenen Tagesversuchen zu je 3
Doppelstunden, welche in 2er-Gruppen einmal wöchentlich durchgeführt
werden. Üblicherweise beginnt ein Praktikumsversuch mit einem bewerteten
Antestat und einer ausführlichen Einweisung in den Versuchsaufbau und die
Aufgabenstellung durch den jeweiligen Betreuer. Bedingt durch den zum Teil recht
aufwändigen Versuchsaufbau werden alle Versuchsstände in betriebsbereitem
Zustand übergeben. Zu jedem Versuch ist pro Praktikumsgruppe ein Protokoll
zu erstellen.
Themenkomplexe
Die Praktikumsversuche lassen sich in vier Themenkomplexe untergliedern:
- Thermische Stofftrennoperationen
Die vier thermischen Stofftrennoperationen Rektifikation, Extraktion,
Adsorption und Absorption finden sich in eigenen Versuchen wieder. Sie
beruhen alle auf der gezielten Beeinflussung von Verteilungsgleichgewichten
eines abzutrennenden Stoffes zwischen verschiedenen Phasen. Ausgehend
von Grundgesetzen aus der Physikalischen Chemie werden die Prinzipien
und technischen Lösungen untersucht, wie diese Gleichgewichte beeinflusst
werden können.
- Stofftransport und Reaktion
Besteht ein Reaktionssystem aus unterschiedlichen Phasen, wird die chemische
Reaktion durch Stofftransport- und Stoffübergangsprozesse begleitet.
Oft sind derartige Prozesse langsam im Vergleich zur Kinetik und limitieren
die effektive Reaktionsgeschwindigkeit. Am Beispiel einer heterogen-katalysierten
Gasphasenreaktion wird der Einfluss der Reaktionsbedingungen auf Umsatz
und Selektivität untersucht und mit Hilfe von statistischen Methoden
validiert. Die Geschwindigkeit des Stoffübergangs zwischen fluiden
Phasen wird mit dem Zweifilmmodell betrachtet.
- Wärmetransport und Reaktion
Reaktionen mit Wärmetönung lassen sich adiabatisch, isotherm
oder polytrop durchführen. In verschiedenen Rührkesseln werden
unterschiedliche Reaktionsführungen realisiert und deren Folgen
auf die Durchführung einer exothermen Flüssigphasenreaktion
untersucht. Die Ergebnisse liefern Antworten, unter welchen Bedingungen
stationäre und stabile Betriebszustände realisierbar sind.
- Verweilzeit
Die Verweilzeit ist als die Aufenthaltszeit definiert, die ein Teilchen
in einem kontinuierlich betriebenen Reaktor verbringt. Es zeigt sich,
dass in realen Reaktoren keine einheitliche Verweilzeit für alle
Teilchen existiert, sondern verschiedene Verweilzeiten, die durch eine
Verteilungsfunktion beschrieben werden können. Da der in einem
kontinuierlich betriebenen Reaktor realisierbare Umsatz einer chemischen
Reaktion unter anderem gerade von dieser Verteilung abhängig ist,
sind Kenntnisse über Verweilzeitverteilungen verschiedener realer
und idealer Reaktortypen notwendig zur Vorhersage zu realisierender
Umsätze.
Literatur
Eindrücke aus dem Praktikum - Bilder lassen sich vergrößern
!
|
|
diskontinuierlicher bzw. halbkontinuierlicher Rührkessel
zur Untersuchung des Temperaturverlaufs einer exothermen Reaktion unter
nahezu adiabatischen Bedingungen |
|
|
Gasblasen in einer Blasensäule - Untersuchung des Stoffübergangs
von Kohlendioxid in Wasser |
|
|
Bestimmung des Volumenstroms von Fluiden mit einem Schwebekörper-Strömungsmessers
(Rotameter) |
|
|
Drehscheiben-Extraktionskolonne
Aufgabe einer Extraktionskolonne ist die Intensivierung des Stoffübergangs
bei der Flüssig-Flüssig-Extraktion.
|
|
|
Glockenboden-Rektifikationskolonne
Durch das spezielle Design dieser Glockenbodenkolonne wird der Stoffaustausch
von Leicht- und Schwersiedern zwischen der aufsteigenden Gasphase und
der abfliessenden Flüssigphase des Rektifikationsprozesses optimiert,
was sich in einem höheren Bodenwirkungsgrad äussert.
|
|
|
Kaskade an kontinuierlichen Rührkesseln zur Untersuchung
des Verweilzeitverhaltens. |
| |
|
|
AKTUELLES
KONTAKT
Professur für Technische Chemie

Andreas Schubert Bau
Zellescher Weg 19
Raum 113 (Sekretariat)
Tel.: 0351 463-33809
Fax: 0351 463-32658
E-mail
So finden Sie uns !
Postadressen:
Briefe:
TU Dresden
Professur für Technische Chemie
01062 Dresden
Pakete:
TU Dresden
Professur für Technische Chemie
Helmholtzstraße 10
01069 Dresden
|